Am Erntedankfest fand ein sehr gut besuchter Familiengottesdienst auf dem Rohrberg statt. Das Team des Arbeitskreises Liturgie hatte das Thema ‚Schöpfung’ vorbereitet und mit künftigen Erstkommunionkindern den Gottesdienst kind- und familiengerecht gestaltet. Statt der Predigt stellte ein Mitglied des AK die sieben Schöpfungstage einzeln vor, worauf je ein Kind das Bodenbild mit Symbolen versah. Das grüne Tuch auf dem Boden schmückten die Kinder mit einer Kerze für das Licht (erster Tag), mit einem blauen Band um die Kerze herum für das Wasser (zweiter Tag), mit Steinen, Zweigen und Äpfeln für Land und Pflanzen (dritter Tag), Sternen und Sonne für das Firmament (vierter Tag), Kunststoff-Tieren, ‑Fischen und ‑Vögeln (fünfter und sechster Tag) sowie einem Spiegel, um sich selbst, ‚Gottes Meisterwerk‘, darin zu betrachten. Am siebten Tag ruhte Gott (Sonntag) und die Erzählerin legte als Zeichen für den Festtag ein weißes Tuch an den Rand. Vor dem wunderschön von den beiden Mesnerinnen Helene Kehler und Sandra Landauer geschmückten Erntealtar konnten die Gottesdienstbesucher das interaktive Bodenbild bewundern.
Die darauffolgenden Fürbitten thematisierten die Aufgabe, unser gemeinsames Haus, das uns von Gott geschenkt wurde, zu bewahren und zu schützen. Sei es durch Bewahrung der Lebensräume für Tiere und Pflanzen, durch gerechte Verteilung von Nahrung und Wasser oder durch kluge Entscheidungen der Politiker.
Am Ende des Gottesdienstes spendete Pater Symeon-Maria, der im Juli in Niederalteich zum Priester geweiht wurde, den allgemeinen und auf Wunsch auch Einzel-Primizsegen — für den man früher ein paar Schuhe durchlief, als so wertvoll galt er den Gläubigen.
Die Kinder durften sich zum Schluss je ein Stück Obst oder Gemüse vom Erntealtar mit nach Hause nehmen.



